Freiwillige Feuerwehr Rosenheim/Malberg
Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain

Die Verbandsgemeinde Gebhardshain hat vier Löschzüge mit aktuell 128 aktiven Einsatzkräften. Im Jahresrückblick standen die personellen Veränderungen ebenso im Fokus wie Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen. Auch das leidige Thema Digitalfunk, der jetzt erst 2017 kommt, kam zur Sprache.

Malberg. Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gebhardshain blickte am Wochenende auf ein ereignisreiches Jahr 2013 zurück. Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen standen dabei ebenfalls auf der Tagesordnung.

Die Jahresversammlung der vier Löschzüge der VG Gebhardshain fand diesmal im Bürgerhaus Malberg statt. Dazu begrüßte Bürgermeister Konrad Schwan den Beigeordneten Bernd Rosenthal, den Ortsbürgermeister Albert Hüsch, den neuen Wehrleiter Björn Jestrimsky, den Jugendfeuerwehrwart Michael Schuhen, den Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain und natürlich den langjährigen Kreisfeuerwehrinspekteur Eckhard Müller.

Auf der VG Ebene habe es im vergangenen Jahr einige personelle Veränderungen in den Löschzügen gegeben berichtete Schwan. So trat Peter Benner als Wehrleiter zurück, sein Nachfolger wurde Björn Jestrimsky, Rainer Schütz ist als stellvertretender Wehrleiter zurückgetreten, sein Nachfolger wurde vorerst kommissarisch Bastian Bierbaum. 
Auch die Wehrführerpositionen der Löschzüge I, II und IV wurden neu besetzt. Im LZ I übernahm Klaus Ahrenhold das Amt des Wehrführers von Thomas Theis, Markus Beichler wurde stellv. Wehrführer. Im LZ II übernahm Thomas Schuhen den Posten des Wehrführers von Manfred Becker, Stellvertreter wurde Stefan Schwan. Im LZ IV folgte Bastian Bierbaum auf Klaus Reeh in das Amt des Wehrführers, Stellvertreter wurde Alexander Grüneberg. Und auch im LZ III haben Willibald Schuhen und Alois Mockenhaupt schon den Rücktritt aus ihren Führungspositionen angekündigt.

Schwan sprach allen Feuerwehrkameraden seinen Dank für deren Dienste aus. Es sei heute nicht einfach ein Ehrenamt zu übernehmen. Die Feuerwehrleute betrieben diesen Dienst nicht zum Selbstzweck, sondern zum Schutz für die Allgemeinheit. Die Feuerwehr koste die Kommunen auch immer Geld, so der Bürgermeister, was es in Zeiten knapper Kassen häufig noch schwieriger mache alle Wünsche zu erfüllen. Doch Rat und Ausschüsse hätten für die Feuerwehr immer ein Offenes Ohr. So sei auch der Umbau des Feuerwehrhauses in Steinebach bisher schon gut vorangekommen und er gehe davon aus, dass die Einweihung in diesem Jahr erfolgen könne.

Wehrleiter Jestrimsky ging in seinem ersten Jahresrückblick nochmal auf die Personalsituation der Wehr ein. Im vergangenen Jahr konnten neun Kameraden in den aktiven Dienst aufgenommen werden, davon waren acht aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen. Allerdings wurden auch 15 Kameraden verabschiedet, die wegen Studium, Umzug und aus anderen Gründen den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr der VG Gebhardshain nicht weiter ausüben konnten. Derzeit sind dort insgesamt 128 Feuerwehrleute aktiv. 
Im vergangenen Jahr gab es 63 Einsätze zu vermelden, davon 19 Brandeinsätze, vier Mal gab es Fehlalarm und 40 Mal wurde technische Hilfe geleistet. Eine statistische Erhebung des Zeitaufwandes hatte der Wehrleiter nicht erstellt, er sieht die Arbeit in der Feuerwehr als einen 365-Tage-Job.

Jestrimsky kündigte den Kameraden auch einige Neuerungen und Änderungen an, so soll es eine Änderung in der Einsatzmittelkette geben als Reaktion auf die Tagesverfügbarkeit der Wehrleute. Er plant zudem Führungskräftefortbildung auf VG-Ebene durchzuführen, einen neuen Alarmplan als Reaktion auf die Leitstellenalarmierung zu erstellen und noch einiges mehr. Der Wehrleiter wünscht sich Offenheit der Kameraden für die Neuerungen, ein erfolgreiches Jahr für alle, so wie Gesundheit.

Jugendfeuerwehrwart Schuhen hielt ebenfalls einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Es wurde ein Anerkennungssystem für Jugendliche und Ausbilder in der Jugendfeuerwehr der VG Gebhardshain entworfen. Helfer erhalten ab dem 10. Jahr alle fünf Jahre eine Dankesurkunde und auch die Jugendfeuerwehrwarte und die Betreuer sollen Auszeichnungen nach bestimmten Fristen erhalten. Schuhen erinnerte nochmals an das große Jubiläumsfest anlässlich 40 Jahre Jugendfeuerwehr Steinebach, sowie an viele kleinere Veranstaltungen. In seinem Ausblick auf das begonnene Jahr kündigte der Jugendwart unter anderem ein Kreis-Jugendfeuerwehr Schwimmturnier für den 22. März in Daaden an.

Auch KFI Müller richtete ein kurzes Grußwort an die Wehrleute und äußerte darin seine Verärgerung hinsichtlich des Digitalfunks. Man habe sich auf Seiten der Feuerwehr ins Zeug geworfen, die Anschaffungen getätigt, die Lehrgänge absolviert, andere Lehrgänge dafür zurückgestellt, um dann zu erfahren, dass der Digitalfunk nun erst in 2017 eingeführt werden soll.

Volker Hain stellte in seinem kurzen Grußwort fest, dass es schon einen personellen Rückgang in den Jugendfeuerwehren zu verzeichnen gebe, was derzeit aber noch keinen Grund zur Besorgnis bedeute. Er lobte die gute Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde und die starke Jugendfeuerwehr, nur wäre es zu begrüßen, wenn auch Mädchen in dieser Jugendfeuerwehr mitmachen würden. Sein Dank galt allen Jugendwarten und Helfern für ihren engagierten Einsatz.

Per Handschlag verpflichtete Schwan anschließend vier Neulinge: LZ I – Christian Pufahl, LZ III – Cornelius Brenner, Simon Sakowitz, Peter Becker.

Befördert wurden: 
Zum Oberfeuerwehrmann/frau – Nanina Heidrich, Marcel Becker (LZ II), Florian Hüsch, Philipp Kutsch, Martin Richter (LZ III) und Thomas Theis (LZ IV).

Zum Hauptfeuerwehrmann – Andreas Bender, Martin Eckel (LZ I), Klaus Stein (III), Martin Weller (LZ IV).

Zum Löschmeister – Johannes Hombach, Michael Schneider (LZ II), Denis Kakruki (LZ III), Michael Schlösser (LZ IV).

Zum Oberlöschmeister – Mike Wagner (LZ I), Thomas Schäfer, Peter Greb, Gottfried Weller, Hubertus Schneider, Kunibert Brenner (LZ II), Andreas Lippert (LZ III).

Zum Brandmeister – Michael Kreuels, Tobias Beichler (LZ I), Timo Weber (LZ II) und Christian Rosenthal (LZ III).

Christoph Theis erhielt das Silberne Feuerwehr Ehrenzeichen für 25 Jahre aktivem Dienst und Manfred Becker bekam das Silberne Feuerwehr Ehrenzeichen am Bande für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen. (anna)

 

Quelle: www.ak-kurier.de