Freiwillige Feuerwehr Rosenheim/Malberg
Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain

Bei einer moderierten Schauübung zeigte die Feuerwehr der VG Gebhardshain sowie das DRK am Samstag ihr breites Spektrum in der Ortsmitte von Nauroth. Gleich mehrere Szenarien mit einer großen Anzahl Verletzter wurden demonstriert, zahlreiche Zuschauer lauschten den Erklärungen der Feuerwehr.
 
 

Die Feuerwehr der VG Gebhardshain demonstrierte ihr Können.
Fotos: Linda Weitz

Nauroth. Viel zu sehen gab es am Samstag in der Dorfmitte von Nauroth: Die Jahresübung der freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gebhardshain und des DRK Ortsvereins Gebhardshain - Bereitschaft Elkenroth – fand in diesem Jahr hier statt. Dank des jährlichen Wechsels war in diesem Jahr das DRK Ausrichter und Organisator der Übung. Weiterhin waren alle vier Löschzüge (Löschzug I Steinbach/Sieg, Löschzug II Kausen, Löschzug III Elkenroth und Löschzug IV Rosenheim) mit insgesamt rund 120 Feuerwehrmännern und –frauen vor Ort.

Beim ersten Szenario waren die meisten Verletzten zu retten. Ein Linienbus war mit einem PKW kollidiert. Während die im Bus befindlichen Personen mit Schocks und Schürfwunden davon kamen, waren die beiden Fahrerinnen des PKW eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit technischen Hilfsmitteln freigeschnitten werden. Aufgrund der Vielzahl der Verletzten errichtet das DRK ein entsprechendes Zelt zu deren Behandlung. Mittels des neuen GW-San (Gerätewagen Sanitätsdienst) war das Zelt in Kürze aufgeblasen, beheizt und bereit zur Aufnahme und Behandlung der Verletzten. Während die Insassen des Busses noch selbstständig laufen konnten, mussten die beiden Fahrerinnen nach Entfernung der Scheiben und des Daches aufwendig aus dem Fahrzeug gerettet werden.

Beim zweiten Szenario galt es, flüssiges Gefahrgut aus einem Tank auf einem Fahrzeug am Auslaufen ins Erdreich zu hindern und so Gefahren für die Umwelt zu vermeiden. Mittels des GWG (Gerätewagen Gefahrgut) demonstrierte die Feuerwehr in Schutzbekleidung, welche Maßnahmen hier getroffen werden.

Das dritte Szenario kombinierte gleich mehrere Vorfälle. Auf dem Dach der örtlichen Kirche befanden sich zwei Verletzte. Einer der beiden hatte sich einen Nagel durch die Handfläche geschlagen, während der zweite einen offenen Bruch am Arm zu beklagen hatte. Die Verletzten wurden dementsprechend teils liegend vom Dach gebracht. Weiterhin wurde ein Brand im Inneren der Kirche simuliert. Im Außenbereich wurde die erste Herangehensweise anhand einer separaten Tür demonstriert, bevor die Feuerwehr dann damit begann, nach dem Verletzten im verrauchten Gebäude zu suchen.

VG-Bürgermeister Konrad Schwan zeigte sich im Anschluss der Übung im Feuerwehrhaus Elkenroth sehr zufrieden mit deren Verlauf. Es sei wichtig, betonte Schwan, den Bürgern zu zeigen, wie umfassend und umfangreich die Feuerwehr in der Lage sei, Hilfe zu leisten. Eine moderierte Schauübung sei hierfür bestens geeignet.

Anschließend wurde Björn Jestrimsky durch Konrad Schwan zum Wehrleiter der Verbandsgemeindefeuerwehr Gebhardshain ernannt. Weiterhin wurde Alexander Grüneberg zum stellvertretenden Wehrleiter des Löschzugs IV Rosenheim ernannt.

Björn Jestrimsky lobte in seiner Ansprache die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren und des DRK. Die Kollegen des DRK seien voll integriert, man lege großen Wert auf das kameradschaftliche Miteinander, bekräftigte er. Materiell und personell sei man bestens aufgestellt. Für den KFI Dietmar Urrigshardt war dessen Stellvertreter Matthias Theis anwesend. Auch er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der facettenreichen Übung. Man habe sehr professionell und anschaulich agiert, lobte er.